Afrika und Diaspora Kunst und Medien Unterhaltung Business

K’Naan, der ehemaligen somalischen Flüchtlinge und Hip-Hop-Star könnte ein Superstar-Status in mehr als 15 Ländern erworben haben. Eine große Ehre wurde ihm zuteil, als eines seiner Lieder während der WM 2010 in Südafrika aufgeführt wurde. Durch seine bisherige Zusammenarbeit mit Nas und Damian Marley wurde seine Songs auch in Großbritannien veröffentlicht.

K’Naan, der von der Krise in Somalia gezwungen wurde, seine natürliche menschliche Assimilation zu übersetzen, nutze seine gesangliche Fähigkeit, die Welt zu überbrücken

Wie in den früheren afrikanischen Volksliedern: Hymnen, Spirituals, Arbeitslieder, Rhythmen, Blues und Soul, wurden zwischen dem 15. und Mitte des 19. Jahrhunderts afrikanische Einwanderer in Nordamerika durch die Trans-Atlantic-Slave-Trade-Aktivitäten in die gezwungen.

Daher kommt den afrikanischen und afro-amerikanischen Künstler in Amerika eine große Bedeutung in der Welt des Entertainments zu. K’Naan, eine weitere Stimme aus Afrika, zeigt auf, dass ein ständiger Austausch von Kunst, Medien und Unterhaltung zwischen Afrika und dem Rest der Welt besteht.

In den 60er Jahren gewannen Miriam Makeba, Fela Kuti und Anikulapo-Hugh Masekela frühe Anerkennung in der westlichen Welt. Fünfzig Jahre später, R. Kelly, ein bekannter afro-amerikanischen R’n‘B-Sänger, nahm kürzlich gemeinsam mit dem nigerianischen Sänger Tu-Face Idiba und ONE 8 den Song ‚Hands Across the World‘. In dem Projekt ONE 8 kommen die Künstler 4×4 aus Ghana, Sassy Amani aus Kenia, Fally Ipupa, Vertreter der DRC, Movaizhaleine aus Gabun, der Tansanische Sänger Alikiba, sowie JK Navio aus Sambia/ Uganda zusammen.

Wenn kulturelle Gewohnheiten von Künstlern interagieren, besteht die Tendenz zu der Veränderung der afrikanischen Strukturen. Wie sonst ist zu erklären, dass die Songs, gesungen auf den Plantagen von afrikanischen Sklaven im damaligen Amerika die aktuelle globale Popmusikkultur durch unterschiedlichste kulturelle Einflüssen aus verschiedenen Ländern geprägt hat? Das ist die Realität in der afrikanischen Diaspora, in der unterschiedliche Kulturen wie asiatische, arabische und lateinamerikanische gemeinsam nebeneinander bestehen.

Zeitgenössische afrikanische Kunst, im Vergleich zu traditionellen Formen, die eher bekannt für zweckmäßige Zielsetzungen waren, könnte unter Umständen ihre spirituelle Essenz, die eine wichtige Führungsrolle innehat, verlieren. Der Verlust der Spiritualität, hervorgerufen durch die Notwendigkeit des kommerziellen Erfolgs, führt zur Lockerung einiger typisch afrikanischer Abstufungen.

Nichtdestotrotz, konnte die Afrikanische Kunst in Form von Musik oder Handwerk den Einfluss auf die weltweite Kunstszene ausbauen. Alberto Giacometti und Pablo Picasso, beide bekannte europäische Künstler, sind dafür bekannt, dass sie Einflüsse afrikanischer Kunst in ihren Werken verarbeiteten. Und Chinua Achebe’s Roman Things Fall Apart, der Unterhaltung und kulturellen Intellektualismus miteinander vereinbarte, deutet darauf hin, dass afrikanische Kultur sich weltweit in der Kunst- und Kulturszene etablieren konnte.

Die Unkenntnis über den Wert des afrikanischen Erbes in Musik und bildender Kunst, könnten kommerzielle Flops zur Folge haben! Wie können Afrika und deren Diaspora den inneren Wert der afrikanischen Kunst, Medien und Unterhaltung zu deren Vorteil nutzen?

Durch die Musik beeinflusst die weltweite Nachfrage in Bezug auf Konzepte und synthetisierter Produkte kommerzielle Innovationen. Solche treten insbesondere in einer Mischung aus vielen Einflüssen auf, die erkennbare Elemente der afrikanischen Musik enthalten. Melodische, rhythmische und lyrische Themen wie in dem Lied „Hands across the world“ zeigen auf, dass eine bessere Verbindung zwischen der Diaspora und dem Mutter-Kontinent existieren muss. Diese Verbindung soll die wirtschaftlichen Erträge verbessern.

Die Fahrwässer der Diaspora sollen eine strukturelle Korrektheit in der Erzeugung und der Verteilung der afrikanischen Kunst und Medienunterhaltung lenken.

Mithin ist es auch eine Motivation, dass kürzlich im Oktober 2010 die Afrika-USA Handelskammer die Pan African Global Trade Conference an der California State University in Dominguez Hills (CSDUH) eine Entscheidungsbefugnis erteilte. Es wurde auch über den Pan African bilateralen Kulturaustausch beraten. Dennoch spielen nach wie vor auch die Kunst, Kultur, Bildung, humanitäre Hilfe und der Unterhaltungssektor im internationalen Handel und Gewerbe eine bedeutende Rolle. Die Ausfuhr von Kunst und Unterhaltung wird auch als großes Geschäft auf lokaler und globaler Ebene gewürdigt. Tatsächlich wurde der Tourismus, der auch gewöhnlich immer Kunst und mediale Unterhaltung beinhaltet, als geschäftsfördernd angesehen.

Vielleicht beruht der Erfolg des Rundfunk- und Verlagshauses des Black Entertainment Television in erster Linie auf der Tatsache, dass die afrikanische Diaspora die besten Geschäftsmethoden aufzeigt. Vermutlich lehnte der Geschäftssinn der früheren europäischen Aufnahmen von afrikanischer Popmusik an den Verbindungen zwischen Afrika und der Diaspora an. Die Notwendigkeit eines Aufschlusses einer bestimmten Symbiose zwischen Afrika und der kulturellen Grenzen der Diaspora zeigt sich auch in dem Erfolg des Albums Graceland von Paul Simon im Jahre 1987. Er produzierte dieses Album in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Gesangsgruppe Ladysmith Black Mambazo.

Die Ergebnisse solcher Kooperationen sind nicht weit hergeholt. Ein Musikgenre namens World Beat entwickelte sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Reggea beeinflusst deutlich die Verschmelzung des Rhythm and Blues mit dem jamaikanischen Ska. Aufgrund seiner Diaspora afrikanischen-karibischen Herkunft avanciert nicht nur Jimmy Cliff diese Musikrichutng.

Um das Publikum in den USA und in Europa zu locken, kombinierte der Musiker Sunny Ade in seiner Jujumusik aus dem Jahre 1982 in Nigeria, traditionelle afrikanische Trommeln mit E-Gitarren und Synthesizern.

Diese war der Auftakt für Senegal Youssou N’Dour, DRK Papa Wemba und für die südafrikanische Gesangsgruppe Ladysmith Black Mambazo.

Diese gemeinschaftlichen Erfolge waren zum Ausdruck gebrachte Vorstellungen in Form einer kontinuierlichen kulturellen Verbreitung. Der Einflussfaktor der Marktnische von kulturellen Warenzeichen wird sogar noch von der heutigen Technologie verbessert.

Technische Erweiterungen aktivieren post-apartheid die Popularität des südafrikanischen Kwaito, ein Low-Fidelity-Mix Genre, welches in den Achtzigerjahren auf dem Trödelmarkt vermarktet wurde. Mithin brachten Raps in Zulu, Xhosa und broken Township eine neue Musikszene hervor.

Sa‘s DJ Mujava’s Township Funk von 2008, unter Vertrag der Warp Records heizte die britische Tanzszene auf.

Offensichtlich besteht eine gewisse Symbiose zwischen Afrika und seine Diaspora in ihren Künsten und medialen Unterhaltungsindustrie. Diese Symbiose als Instrument ermöglicht wirtschaftliche Erträge und führt ebenfalls zu einer weiteren Erkundung technologischer Anwendungen.

Die Filmindustrie in Afrika, die auch als sogenannter nigerianischer Nollywood bezeichnet wird, ist von geringer Qualität und könnte durch Diaspora-Produktionstechniken modernisiert werden, so wie es auch in der Musikindustrie geschieht.